⚠️ Medizinischer Hinweis Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche, pharmazeutische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an qualifizierte Fachpersonen.

Impfungen im Erwachsenenalter: Ein Überblick

Impfungen sind nicht nur für Kinder wichtig. Auch im Erwachsenenalter spielen Schutzimpfungen eine bedeutende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Viele Menschen denken, dass die Impfungen nach der Kindheit abgeschlossen sind, doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Im Laufe des Lebens ändern sich unsere Anforderungen an den Impfschutz, und neue Impfungen können notwendig werden. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Impfungen im Erwachsenenalter und hilft Ihnen zu verstehen, warum regelmäßige Auffrischungen sinnvoll sind.

Standardimpfungen für Erwachsene

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt verschiedene Standardimpfungen für Erwachsene. Die Grippeimpfung ist eine der wichtigsten, besonders für Menschen ab 60 Jahren oder mit chronischen Erkrankungen. Sie wird jährlich empfohlen und schützt vor den aktuellen Grippeviren der Saison. Wer mehr über die Unterscheidung von Erkältung und Grippe erfahren möchte, findet hilfreiche Informationen im Artikel Erkältung oder Grippe: Wie unterscheide ich die Krankheiten.

Die Pneumokokken-Impfung schützt vor Infektionen durch Pneumokokken-Bakterien, die Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen verursachen können. Sie wird für alle Personen ab 60 Jahren empfohlen. Die Tetanus-, Diphtherie- und Keuchhusten-Impfung (Tdap) sollte alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Besonders wichtig ist auch die Impfung gegen Herpes zoster (Gürtelrose), die ab 60 Jahren empfohlen wird.

Die COVID-19-Impfung ist für Erwachsene aller Altersgruppen verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert. Auffrischungsimpfungen werden je nach individuellem Risiko und aktuellen Empfehlungen durchgeführt. Für Frauen im gebärfähigen Alter ist die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) wichtig, wenn kein ausreichender Impfschutz vorhanden ist.

Impfungen bei besonderen Risiken und Erkrankungen

Neben den Standardimpfungen gibt es Impfungen, die für bestimmte Personengruppen oder bei vorliegenden Erkrankungen empfohlen werden. Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 haben ein erhöhtes Infektionsrisiko und sollten einen besonders guten Impfschutz aufrechterhalten. Wer mehr über Prävention im Alltag erfahren möchte, findet Tipps im Artikel Diabetes Typ 2: Früherkennung und Prävention im Alltag.

Personen mit Immunschwächen, chronischen Atemwegserkrankungen oder Herzkrankheiten sollten mit ihrem Arzt klären, welche zusätzlichen Impfungen sinnvoll sind. Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Erwachsenen empfohlen, die noch keinen Impfschutz haben. Reisende sollten je nach Zielland zusätzliche Impfungen in Betracht ziehen, etwa gegen Gelbfieber, Typhus oder Tollwut. Eine Beratung durch den Hausarzt ist hier besonders wertvoll.

Auch Menschen, die unter chronischen Belastungen leiden, sollten auf ihre Gesundheit achten. Wer beispielsweise unter Schlafstörungen: Ursachen und natürliche Lösungsansätze leidet, hat möglicherweise ein geschwächtes Immunsystem, das durch einen guten Impfschutz unterstützt werden sollte.

Auffrischung und Impfplanung

Der Impfschutz lässt mit der Zeit nach, daher sind Auffrischungsimpfungen notwendig. Ein Impfausweis hilft dabei, den Überblick zu behalten. Bei Ihrem nächsten Arztbesuch können Sie gemeinsam mit Ihrem Hausarzt überprüfen, welche Impfungen noch aktuell sind und welche aufgefrischt werden sollten. Dies ist auch eine gute Gelegenheit, allgemeine Gesundheitsfragen zu klären, etwa zur Cholesterin senken: Ernährung und Lebensstiländerungen.

Die Kosten für empfohlene Impfungen werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Es gibt jedoch auch einige Impfungen, die als Privatleistung gelten und selbst bezahlt werden müssen. Ihr Arzt kann Sie hierzu beraten.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht die persönliche ärztliche Beratung. Die Impfempfehlungen können je nach individuellem Gesundheitszustand, Alter und Lebenssituation unterschiedlich ausfallen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über Ihren persönlichen Impfstatus und die für Sie geeigneten Impfungen.

Impfungen im Erwachsenenalter sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Sie schützen nicht nur Sie selbst, sondern tragen auch zum Schutz der Gemeinschaft bei. Durch regelmäßige Auffrischungen und eine gute Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt können Sie Ihren Impfschutz aufrechterhalten und so das Risiko für verschiedene Infektionskrankheiten senken.

Bei Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt.